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Medizinische Rehabilitation für Alkohol- und Medikamentenabhängige

An wen richtet sich das Angebot?

Die Station 35 ist eine Einrichtung für die Entwöhnungsbehandlung alkohol- und/oder medikamentenabhängiger Erwachsener.

Was steckt konzeptionell dahinter?

Die Abhängigkeitserkrankung wird als multifaktorielles Geschehen verstanden, dem psychodynamische, kulturelle und auch biologisch-genetische Ursachen zugrunde liegen. Der aktuellen Lebens-, Wohn- und Arbeitssituation kommt besondere Bedeutung zu. Im multiprofessionellen Team sind verschiedene therapeutische Betrachtungs- und Herangehensweisen vertreten, die auf sozialpsychiatrischen Überzeugungen basieren und sowohl in das Gesamtkonzept als auch in die individuellen Therapiepläne integriert werden.

Verhaltenstherapeutische, systemische und tiefenpsychologische Behandlungskonzepte kommen zur Anwendung wie Rollenspiele, Entspannungstechniken, Ernährungs- und Gesundheitsberatung, soziales Lernen, Sport- und Arbeitstherapie. Die Gruppentherapie bildet den strukturellen Behandlungsschwerpunkt, sie wird durch Einzelgespräche ergänzt.

Übergeordnetes Ziel der Rehabilitation ist immer das Erreichen einer möglichst stabilen und dauerhaften Suchtmittelabstinenz, auf deren Grundlage erst eine zufriedenstellende Reintegration ins Erwerbsleben und in andere wichtige gesellschaftliche Strukturen möglich wird.

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Wie lange dauert eine Therapie?

In der Regel dauert die Behandlung 16 Wochen. Eine ganztägige ambulante Behandlung ist nach Absprache möglich. Eine Adaptionsbehandlung kann angeschlossen werden, um die soziale und berufliche Wiedereingliederung zusätzlich zu unterstützen.

Bleibt mein Arbeitsplatz erhalten?

Während der Zeit der Behandlung unterliegen Sie dem Kündigungsschutz.

Wer kommt für die Kosten auf?

Die Kostenübernahme erfolgt in der Regel durch die Rheinische Arbeitsgemeinschaft (dies ist ein Zusammenschluss der Deutschen Rentenversicherung Rheinland sowie diverser Krankenkassen). Bei der Kostenbeantragung ist Ihnen Ihre regionale Suchtberatungsstelle oder der Sozialdienst der LVR-Klinik Langenfeld behilflich.

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Was bieten wir?

  • Psychotherapie in Gruppen- und Einzelgesprächen
  • psychiatrisch-medizinische Diagnostik und Behandlung
  • psychiatrische Krankenpflege
  • Sozialarbeit
  • Arbeitstherapie
  • Sporttherapie
  • umfassende Informationsvermittlung über die Suchterkrankung
  • Rückfallprophylaxe-Training
  • Angehörigengespräche
  • Vermittlung in angemessene Nachsorgemaßnahmen
  • Ehemaligengruppe
  • teilstationäre Behandlung nach ausreichender stationärer Stabilisierung und vorhandenen sozialen Bezügen
  • Adaptionsbehandlung

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Aufnahmevoraussetzungen

Die Behandlung erfolgt nach einem Vorgespräch in der zentralen Aufnahme der Klinik entweder durch Anmeldung und Einweisung eines niedergelassenen Arztes, durch Überweisung aus einer anderen Klinik oder durch Ihre persönliche Kontaktaufnahme mit der Station.

Abteilungsstruktur

Die Station 35 ist eine Behandlungseinheit der Abteilung Abhängigkeitserkrankungen mit 16 stationären Therapieplätzen, zwei Therapieplätzen für eine ganztägige ambulante Rehabilitation und zwei Plätzen der Adaptionsbehandlung. Zur Abteilung gehören außerdem:

  • Zwei offene qualifizierte Aufnahmestationen für Alkohol- und Medikamentenabhängige
  • Eine geschlossene Aufnahmestation für Abhängigkeitserkrankte, die gesetzlich untergebracht sind
  • Eine offene Aufnahmestation für die qualifizierte Akutbehandlung für Abhängige von illegalen Drogen
  • Suchtfachambulanzen in Langenfeld, Hilden und Solingen

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