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Pressemitteilung vom 22. November 2018

Wissenschaftliches Symposium zur Einführung von Prof. Dr. Birgit Janssen an der LVR-Klinik Langenfeld

Prof. Janssen bei ihrem Vortrag
Prof. Janssen bei ihrem Vortrag

Experten tauschen sich zur „Qualität in der Psychiatrie – neue Strategien zur Behandlungsoptimierung“ aus

Langenfeld. Zur Einführung der stellvertretenden Ärztlichen Direktorin der LVR-Klinik Langenfeld und Chefärztin der Abteilung für Allgemeine Psychiatrie 2 (zuständig für den südlichen und mittleren Kreis Mettmann), Prof. Dr. Birgit Janssen, fand am 21. November 2018 ein Wissenschaftliches Symposium zum Thema „Qualität in der Psychiatrie – neue Strategien zur Behandlungsoptimierung“ in der LVR-Klinik statt. Neben den renommierten Referentinnen und Referenten Prof. Dr. Eva Meisenzahl, Prof. Dr. Wolfgang Gaebel und Prof. Dr. Peter Falkai nahmen über 150 Fachleute an dem Symposium teil.

Von vier Menschen erkrankt ein Mensch im Laufe seines Lebens an einer psychischen Krankheit. Die Auswirkungen auf die Lebenserwartung sind erheblich, kann sie sich doch durch die Erkrankung oder ihre Folgen um 10-15 Jahre verringern. Umso wichtiger ist es, nach Diagnose schnell eine qualitativ gute Behandlung zu erhalten. „Stillstand ist Rückschritt, wie es so schön heißt,“ erklärt Prof. Dr. Birgit Janssen in diesem Zusammenhang. „Gute Qualität in der Psychiatrie kann nur durch einen fortschreitenden Prozess der Behandlungsoptimierung erreicht und aufrechterhalten werden. Deshalb beleuchtet das wissenschaftliche Symposium in der LVR-Klinik Langenfeld die neuen Strategien zur Behandlungsoptimierung.“ Dazu hatte Prof. Janssen mehrere führende Experten auf dem Gebiet als Referentinnen und Referenten eingeladen. Zunächst stellte Prof. Dr. Wolfgang Gaebel (Emeritus, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, WHO Collaborating Centre for Quality Assurance and Empowerment in Mental Health) vor, welche Neuerungen mit dem in Kürze in Kraft tretenden ICD-11, der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, einhergehen. Anschließend analysierte Prof. Dr. Peter Falkai (Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Ludwig-Maximilians-Universität München) die neuen Leitlinien in Bezug auf die Behandlung schizophrener Psychosen. Prof. Dr. Eva Meisenzahl (Ärztliche Direktorin, LVR-Klinikum Düsseldorf, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) berichtete über neue Wege der Weiterbildung in der Psychiatrie im Bereich E-Health. Prof. Dr. Janssen gab im abschließenden Vortrag des Symposiums eine Übersicht über die Qualitätsindikatoren in der Psychiatrie. Diese machen die Erfolge der Behandlung messbar.

v.l.n.r.: Prof. Dr. Peter Falkai, Prof. Dr. Wolfgang Gaebel, Prof. Dr. Birgit Janssen, Prof. Dr. Eva Meisenzahl, Jutta Muysers, Holger Höhmann
v.l.n.r.: Prof. Dr. Peter Falkai, Prof. Dr. Wolfgang Gaebel, Prof. Dr. Birgit Janssen, Prof. Dr. Eva Meisenzahl, Jutta Muysers, Holger Höhmann

Die Begrüßung übernahm Holger Höhmann, der Vorstandsvorsitzende und Kaufmännische Direktor der LVR-Klinik Langenfeld: „Seit nunmehr 27 Jahren habe ich die Entwicklung der LVR-Klinik Langenfeld begleitet und bin stolz auf die enormen Fortschritte, die wir im Hinblick auf die Sicherung höchster Qualitätsstandards in der Behandlung psychisch erkrankter Menschen gemacht haben. Wir sind heute ein modernes Fachkrankenhaus mit sehr hohen Ansprüchen an eine qualitativ hochwertige Behandlung, aber ich weiß, dass wir die Behandlung dank neuer Erkenntnisse und dank Veranstaltungen wie dieser hier noch weiter optimieren können,“ so Höhmann. Die Moderation des Symposiums übernahm Jutta Muysers, die Ärztliche Direktorin der Klinik. Im Anschluss an die Vorträge tauschten sich die Referentinnen und Referenten mit den 150 teilnehmenden Fachleuten aus.

Prof. Dr. Birgit Janssen ist seit dem 1.1.2018 Chefärztin der Allgemeinen Psychiatrie 2 an der LVR-Klinik Langenfeld und seit dem 1.7.2018 stellvertretende Ärztliche Direktorin der Klinik. Sie war zuvor Leitende Oberärztin am LVR-Klinikum Düsseldorf, Kliniken der Heinrich-Heine-Universität, an dem sie nach dem Studium der Psychologie in Bochum und der Humanmedizin in Berlin sowie einer dreijährigen Station am Wenckebach Krankenhaus Berlin als Assistenzärztin, begann. In ihrer Habilitation beschäftigte sie sich mit dem Thema „Qualitätsmanagement in der Psychiatrie am Beispiel der Behandlung schizophrener Patienten - Ergebnisse psychiatrischer Versorgungsforschung“. Ihre Forschungsgebiete umfassen unter anderem die Felder Psychische Erkrankung und Arbeit, Früherkennung psychischer Störungen, Aufbau von Spezialambulanzen (u.a. Depression). Sie erhielt seitens der Focus-Liste das Prädikat Top-Medizinerin für den Schwerpunkt Schizophrenie.