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Pressemitteilung vom 25 Januar 2019

„Ihr seid nicht vergessen“

Knofl Theater führt Stück auf
Das Knofl Theater stellt gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der Gesundheits- und Krankenpflegeschule der LVR-Klinik Langenfeld beim Gedenktag Szenen aus der NS-Zeit dar

LVR-Klinik Langenfeld gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus

Mehr als 160 Besucherinnen und Besucher nahmen am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus in der LVR-Klinik Langenfeld teil. In den 1940er Jahren nutzten die Nationalsozialisten die damalige Rechtsvorgängerin der Klinik „Provinzial-, Heil- und Pflegeanstalt Galkhausen“ als eine sogenannte Zwischenanstalt, von der aus mehr als 2000 Patientinnen und Patienten im Rahmen der NS-Euthanasie Hitlers unter anderem in die frühere Tötungsanstalt Hadamar transportiert und dort ermordet wurden. Jedes Jahr begeht die LVR-Klinik Langenfeld am bundesweiten Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus einen Gedenktag, um die Erinnerung an diese Gräueltaten wachzuhalten und der ermordeten Patientinnen und Patienten zu gedenken.

Nach einer Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden der LVR-Klinik Langenfeld, Holger Höhmann, hielt Dr. Karl-Heinz Hennen, Verwaltungsdirektor i.R., Philologe und Historiker aus Monheim einen Vortrag zum Thema „Erinnern statt Vergessen – Betrachtungen zu Denunziation, Verfolgung und Vernichtung in der NS-Zeit“. Anschließend führte das Knofl Theater gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der Gesundheits- und Krankenpflegeschule der Klinik das für den Gedenktag entwickelte Theaterstück „Ihr seid nicht vergessen“ auf. Mit Szenen aus der NS-Zeit fingen sie die Atmosphäre der grausamen zwölf Jahre ein. Die Besucherinnen und Besucher zeigten sich sehr gerührt und begleiteten den Klinikvorstand zur Kranzniederlegung am Gedenkstein auf dem Klinikgelände. Während die Namen einiger Opfer verlesen wurden, stellen die Schülerinnen und Schüler der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Kerzen auf.

„Wir sind Ihnen allen dankbar, dass Sie heute zu uns gekommen sind, um mit uns der Verbrechen, die in Deutschland und anderen Ländern und in Teilen auch hier in Langenfeld damals passiert sind, zu gedenken,“ bedankte sich Höhmann bei den Anwesenden. „Es ist wichtig, dass wir das Gedenken lebendig halten und sehen, dass gerade bei den jüngeren Kolleginnen und Kollegen – und zwar denen aus unserer Krankenpflegeschule – die Erinnerung aufrechterhalten wird.“