Zum Inhalt springen

Pressemitteilung vom 30. November 2018

Neuer Fahrstuhl für mehr Barrierefreiheit in der LVR-Klinik Langenfeld

Neuer Aufzug am historischen Klinikgebäude
Derya Salviz (Vertrauensperson für Schwerbehinderte Menschen der LVR-Klinik Langenfeld) und Holger Höhmann (Vorstandsvorsitzender der LVR-Klinik Langenfeld) vor dem neuen Fahrstuhl am historischen Klinikgebäude

Mitarbeitenden und Besuchern wird der Zugang zum Gelände zusätzlich durch neue App des LVR erleichtert

Wer eine Veranstaltung wie zum Beispiel die Vortragsreihe für Angehörige und Interessierte im Verwaltungsgebäude der LVR-Klinik besuchen möchte, kann dies neuerdings tun, ohne dass das Treppenhaus ein Hindernis darstellt. Die Klinik hat mithilfe einer Förderung des Inklusionsamtes des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) einen Fahrstuhl installiert, der für Mitarbeitende und Besucher einen barrierefreien Zugang zu den oberen Etagen des Verwaltungsgebäudes an der Kölner Straße ermöglicht. Zusätzlich zeigt die neue Applikation (App) „Wege zum LVR“ barrierefreie Zugänge auf dem Gelände und an allen Standorten der Klinik.

Derya Salviz ist Vertrauensperson für Schwerbehinderte Menschen der LVR-Klinik Langenfeld und eine der Mitarbeitenden, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Bisher waren Termine mit den Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltung mit einer sehr aufwendigen Planung verbunden. Entweder mussten alle auf einen Raum mit barrierefreien Zugang außerhalb des Hauptgebäudes ausweichen oder sie musste von drei Kollegen mit einem speziellen Stuhl, der die Treppenstufen erklimmen kann, ins Obergeschoss transportiert werden. Diese Prozedur dauerte bis zu zwanzig Minuten, spontane Termine im Verwaltungsgebäude waren nicht möglich. „Seitdem der Fahrstuhl da ist, bin ich nicht mehr auf die Hilfe anderer angewiesen und innerhalb weniger Sekunden in den oberen Etagen,“ erklärt Frau Salviz begeistert: „Diese Lösung ist ein wichtiger Schritt in Richtung barrierefreie Klinik und ermöglicht mir und anderen Mitarbeitenden mit einer Mobilitätseinschränkung mehr Selbstständigkeit im Berufsalltag.“

„Die sogenannte Ausgleichsabgabe wird von Unternehmen entrichtet, die den gesetzlich vorgegebenen Anteil an schwerbehinderten Beschäftigten nicht erfüllen. Aus den Mitteln der Ausgleichabgabe werden Maßnahmen zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben gefördert,“ so Christoph Beyer, Fachbereichsleiter des LVR-Inklusionsamtes. Holger Höhmann, der Vorstandsvorsitzende der LVR-Klinik Langenfeld, freut sich, dass der Fahrstuhl nun endlich im Betrieb ist: „Da unser wunderschönes, historisches Hauptgebäude unter Denkmalschutz steht, durften wir an der Bausubstanz keine maßgeblichen Veränderungen vornehmen. Deshalb stellte die Planung eine große Herausforderung dar und der Fahrstuhl musste von außen an das Gebäude angebracht werden.“

Der Fahrstuhl kann zu den Öffnungszeiten des Verwaltungsgebäudes und während öffentlicher Veranstaltungen in der Klinik auch von Besucherinnen und Besuchern genutzt werden. Zusätzlich stellt der Landschaftsverband Rheinland (LVR) eine App zur Verfügung, die Menschen mit Mobilitätseinschränkung den Zugang zu den Einrichtungen des LVR erleichtern soll. Die App „Wege zum LVR“ kann als Applikation auf ein mobiles Gerät geladen oder über die Webseite der Klinik www.klinik-langenfeld.lvr.de unter „Anreise“ genutzt werden. Hier können alle Standorte der Klinik sowie alle anderen Einrichtungen des LVR aufgerufen werden. Angezeigt werden barrierefreie Zugänge, Behindertenparkplätze, nahegelegene Haltestellen des ÖPNV sowie Informationsschalter. „Wir haben jeden Zugang auf Parameter wie Beschaffenheit des Belages, Steigung, Hindernisse, usw. überprüft und in der App dokumentiert, damit Menschen mit Mobilitätseinschränkung künftig der Zugang zur Klinik erleichtert wird,“ erklärt Frau Salviz.