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Pressemitteilung vom 28. Oktober 2014

Angehörigengruppe mit Betreuungsangebot

Neue Kooperation der LVR-Klinik mit der Alzheimer-Gesellschaft Düsseldorf & Kreis Mettmann

Lagenfeld. Im Falle einer Demenzerkrankung sind die nächsten Angehörigen in besonderem Maße betroffen. Um ihnen die Möglichkeit der Beratung und des Austauschs untereinander zu geben, wird seit einigen Jahren eine Angehörigen-gruppe am Gerontopsychiatrischen Zentrum der LVR-Klinik Langenfeld in der Kreuzstraße angeboten. Dieses Angebot wurde nun weiterentwickelt: die LVR-Klinik kooperiert seit diesem Sommer mit der Alzheimer-Gesellschaft Düsseldorf & Kreis Mettmann. Neu ist, dass die an Demenz erkrankten Menschen während der Zeit der Angehörigengruppe von Ehrenamtlichen betreut werden. Damit sind die Angehörigen nicht mehr gezwungen, sich für diesen Zeitraum eine externe Betreuung zu organisieren. Geplant ist zudem, zukünftig Fachexperten in die Gruppe einzuladen, um Informationen zu Krankheitsbild, Umgang mit den Erkrankten und weiteren Fragestellungen der betroffenen Angehörigen zu geben. Die Anregung einer Kooperation mit der Alzheimer Gesellschaft wurde von Helmut Hoyer an den Klinikvorstand herangetragen. Hoyer ist selbst Angehöriger. Von Beginn der Krankheit seiner Frau Ende der Neunziger Jahre an suchte er nach Möglichkeiten, wie er mit der Krankheit seiner Frau umgehen konnte. Er schloss sich schließlich einer Angehörigen-Selbsthilfegruppe der Alzheimer Gesellschaft Düsseldorf & Kreis Mettmann e.V. an. Seitdem haben sich das Wissen über die Krankheit, die Kenntnisse über den Umgang mit den Erkrankten sowie die Hilfsangebote vermehrt. Diese Erkenntnisse, zusammen mit dem inzwischen vorhandenen praktischen Wissen, bilden heute die Grundlage vieler entlastender Dienste. Trotzdem bleibt die Unkenntnis über das Krankheitsbild noch groß. Sein Anliegen ist, sein praktisches Wissen aus Erfahrung weiter zu vermitteln und Bindeglied zu sein. Aus diesem Grund trat er an die LVR-Klinik heran. Der Klinikvorstand und der Chefarzt der Abteilung Gerontopsychiatrie, Hartmut Belitz, nahmen die Anregung gerne auf. So entstand die Kooperation und die Weiterentwicklung der Angehörigengruppe in dem Gerontopsychiatrischen Zentrum in der Kreuzstrasse mit dem Ergebnis des nun eingeführten Betreuungsangebotes und der Planung, durch Einbeziehung von Fachexperten das aus Erfahrung gewonnene praktische Wissen mit medizinischen Erkenntnissen zu verbinden.